Das Dateiformat .webp, entwickelt von Google, zielt darauf ab, die Dateigröße von Bildern signifikant zu reduzieren, ohne dabei die visuelle Qualität zu beeinträchtigen. Diese Optimierung ist entscheidend, um Webseiten schneller und effizienter zu gestalten, da WebP-Bilder kleiner, aber dennoch detailreich sind.
Was genau verbirgt sich hinter einer WebP-Datei?
WebP (ausgesprochen „Weppy“) ist ein Schwesterprojekt des WebM-Videocontainerformats und basiert auf dem VP8-Videocodec von On2 Technologies. Google erwarb On2 Technologies im Februar 2010 und brachte WebP im September desselben Jahres auf den Markt.
Angesichts der Tatsache, dass 60-65% der Datenmengen auf Webseiten auf Bilder entfallen, hat Google es sich zum Ziel gesetzt, ein kostenloses Open-Source-Format zu schaffen, das verlustbehaftete und verlustfreie Komprimierung mit hoher Qualität vereint. Die resultierende Reduktion der Bilddateigröße bei gleichbleibender Qualität führt zu schnelleren Ladezeiten, einem geringeren Bandbreitenverbrauch und einer Schonung der Akkus, insbesondere auf mobilen Geräten.
WebP nutzt eine prädiktive Komprimierungstechnik. Dabei werden die Werte benachbarter Pixelblöcke analysiert, um die Werte eines Blocks vorherzusagen und dann nur die Differenz zu codieren. Diese Methode ermöglicht es, Pixel mehrfach in einer einzigen Datei zu verwenden und redundante Daten zu entfernen. Diese effiziente Speicherung von nur veränderlichen Daten führt zu einer geringeren Dateigröße im Vergleich zu Formaten wie PNG und JPEG. Weitere Informationen bietet die offizielle Referenzseite zu WebP-Komprimierungstechniken.
Verlustfreie WebP-Bilder sind durchschnittlich 26% kleiner als vergleichbare PNG-Dateien. Zudem erreichen sie bei verlustbehafteter Komprimierung eine Reduktion von bis zu 34% im Vergleich zu JPEG-Dateien, ohne die strukturelle Ähnlichkeit (SSIM) wesentlich zu beeinträchtigen.
Wie öffnet man eine WebP-Datei?
Da WebP von Google entwickelt wurde und lizenzfrei ist, ist es bereits in viele Anwendungen und Software integriert, die Sie wahrscheinlich auf Ihrem Computer installiert haben. Die meisten modernen Webbrowser unterstützen dieses Format standardmäßig.
WebP-Bilder wurden speziell für das Web entwickelt und sind von JPEG- und PNG-Dateien kaum zu unterscheiden. Vielleicht haben Sie also schon WebP-Bilder betrachtet, ohne es zu merken. Das Speichern eines WebP-Bildes erfolgt wie bei jedem anderen Bild im Internet: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bild und wählen Sie „Bild speichern unter“.
Wählen Sie auf Ihrem Computer den gewünschten Speicherort aus und klicken Sie auf „Speichern“.

Wenn Sie Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Opera verwenden, können Sie das WebP-Bild einfach mit einem Doppelklick öffnen, und es wird in Ihrem Standardbrowser angezeigt.

Grafiksoftware wie GIMP, ImageMagick oder Microsoft Paint können WebP-Dateien standardmäßig öffnen und bearbeiten. Unter Windows klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Bilddatei, zeigen Sie auf „Öffnen mit“ und wählen Sie dann die gewünschte Anwendung aus.

Für die Bildbetrachter IrfanView und die Windows-Fotoanzeige sowie für Photoshop sind Plugins zur Unterstützung von WebP-Bildern notwendig.
Die Standardanwendung für einen Dateityp können Sie jederzeit anpassen, wenn Sie eine Datei mit einem bestimmten Programm auf Mac oder Windows öffnen möchten. Alternativ können Sie WebP-Bilder über Google Chrome zunächst als JPEG oder PNG herunterladen.
