USA: Mehr Angst als Begeisterung für KI – Studie zeigt Wandel

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Americans blicken zunehmend mit Besorgnis auf künstliche Intelligenz, was einen deutlichen Wandel in der öffentlichen Meinung darstellt. Eine aktuelle Umfrage des Pew Research Center zeigt, dass 50 % der US-Erwachsenen inzwischen mehr Bedenken als Begeisterung über die wachsende Präsenz von KI in ihrem Alltag äußern, ein bemerkenswerter Anstieg von 37 % nur vier Jahre zuvor. Diese Stimmung deutet auf eine wachsende gesellschaftliche Unruhe hinsichtlich der allgegenwärtigen Integration fortschrittlicher Technologie hin.

Die Umfrage unter 5.023 US-Erwachsenen hebt ein nationales Paradoxon hervor: Während eine deutliche Mehrheit von 73 % bereit ist, KI-Unterstützung für alltägliche Aufgaben anzunehmen, wünscht sich ein ebenso bedeutender Teil von 61 % mehr persönliche Kontrolle über deren Anwendung. Diese Dichotomie weist auf eine komplexe Beziehung hin, in der zwar Komfort gesucht wird, aber Autonomie und Aufsicht hoch geschätzt werden.

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung betrachtet KI als eine Kraft, die menschliche Kernfähigkeiten beeinträchtigen könnte. Die Forschung ergab, dass 53 % der Befragten glauben, KI werde das kreative Denken negativ beeinflussen, während nur 16 % eine Verbesserung erwarten. Darüber hinaus befürchten 50 % der Amerikaner, dass KI die Fähigkeit zur Bildung bedeutungsvoller zwischenmenschlicher Beziehungen untergraben wird, wobei nur 5 % einen positiven Einfluss auf menschliche Beziehungen erwarten.

Generationsbedingte Unterschiede zeigen sich in der Haltung gegenüber KI. Jüngere demografische Gruppen, die mehr Kontakt mit der Technologie hatten, zeigen ebenfalls tieferen Pessimismus. Insbesondere prognostizieren 61 % der Erwachsenen unter 30 Jahren, dass die zunehmende Nutzung von KI das kreative Denken behindern wird, eine Ansicht, die nur von 42 % der über 65-Jährigen geteilt wird. Umgekehrt berichten 62 % der unter 30-Jährigen, dass sie viel über KI gehört oder gelesen haben, verglichen mit 32 % der älteren Erwachsenen.

Diese aufkeimende amerikanische Besorgnis stimmt mit globalen Trends überein. Der HAI AI Index Report 2025 von Stanford bestätigt eine weltweite Zunahme von Ambivalenz und Sorge bezüglich KI, auch wenn deren Effizienzvorteile anerkannt werden. Insbesondere entwickelte Nationen zeigen diese erhöhte Spannung. Im Jahr 2022 gehörten Länder wie Großbritannien (38 %), Deutschland (37 %) und die Vereinigten Staaten (35 %) zu denjenigen, die am unwahrscheinlichsten der Meinung waren, dass KI mehr Vorteile als Nachteile bietet.

Vertrauen in KI und die Fähigkeit, KI-generierte Inhalte von menschlich erstelltem Material zu unterscheiden, entwickeln sich zu einem kritischen Anliegen. Während 76 % es als äußerst oder sehr wichtig erachten, KI-generierte Inhalte zu identifizieren, gab über die Hälfte der Befragten an, dass sie sich nicht sicher sind, dies tun zu können. Dieser Vertrauensmangel erstreckt sich auf die Unternehmen, die KI entwickeln, wobei der KPMG Global Trust Report 2025 seit 2022 einen stetigen Rückgang des Vertrauens anzeigt.