2021-02-18 10:55 Lesezeit: 4 Min

So unterscheiden Sie zwischen einem Hardware- und einem Softwareproblem unter Windows 10

Wenn auf Ihrem Computer unerwartete Probleme auftreten, kann die Fehlersuche Stunden in Anspruch nehmen. Insbesondere, wenn ein Softwareproblem gleichzeitig mit einem Hardwaredefekt auftritt, wird die Angelegenheit noch komplexer. Bevor Sie mit der Behebung des Problems beginnen können, ist es entscheidend, die Ursache einzugrenzen: Handelt es sich um ein Software- oder Hardwareproblem? Im Falle eines Hardwareproblems müssen Sie entweder nach einer Reparatur suchen oder ein neues Gerät erwerben. Bei einem Softwareproblem steht Ihnen möglicherweise ein langwieriger Prozess bevor, um das Problem zu lokalisieren und zu beheben. Die erste Aufgabe ist also zu bestimmen, wo genau das Problem liegt. Hierfür gibt es zwei bewährte Methoden.

Diese Methoden sind besonders nützlich bei Schwierigkeiten, die eine Kombination aus Hardware- und Softwareproblemen zu sein scheinen. Ein typisches Beispiel wäre, wenn Ihre Tastatur plötzlich nur Großbuchstaben eingibt, die Feststelltaste aber keine Abhilfe schafft. In diesem Fall könnte ein Defekt der Tastatur, ein fehlerhafter Treiber oder eine Anwendung, die die Feststelltaste blockiert, die Ursache sein.

Verwendung eines alternativen Systems

Die naheliegendste Methode zur Unterscheidung zwischen Hardware- und Softwareproblemen ist die Verwendung eines anderen, voll funktionsfähigen Computers. Nicht jeder hat jedoch die Möglichkeit, ein solches zusätzliches Gerät zu nutzen. Sollten Sie einen zusätzlichen Windows 10-PC besitzen, schließen Sie Ihre fragliche Hardware daran an, um zu prüfen, ob das Problem erneut auftritt. Wenn dies der Fall ist, deutet dies stark auf ein Hardwareproblem hin.

Starten im abgesicherten Modus

Falls kein zweiter Computer verfügbar ist, können Sie die Möglichkeit eines Softwareproblems durch den Start im abgesicherten Modus eingrenzen. Im abgesicherten Modus werden alle potenziell problematischen Softwarekomponenten deaktiviert.

Wenn beispielsweise eine Anwendung oder ein Spiel eine Taste Ihrer Tastatur blockiert, kann diese im abgesicherten Modus nicht aktiv sein. Dieser Modus bietet somit eine gute Möglichkeit, softwarebezogene Probleme auszuschließen.

Um Windows 10 im abgesicherten Modus zu starten, öffnen Sie das Startmenü und klicken Sie auf das Symbol zum Herunterfahren. Halten Sie dabei die Umschalttaste gedrückt und wählen Sie dann "Neu starten".

Wenn Ihr System mit gedrückter Umschalttaste neu startet, gelangen Sie in den Fehlerbehebungsmodus. Hier wählen Sie "Problembehandlung", dann "Erweiterte Optionen", "Weitere Wiederherstellungsoptionen anzeigen" und anschließend "Starteinstellungen". Klicken Sie nun auf "Neu starten" und drücken Sie die Taste 4, um in den abgesicherten Modus zu wechseln.

Wenn das Problem im abgesicherten Modus behoben ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Softwareproblem vorliegt. Tritt das Problem jedoch weiterhin auf, ist die Wahrscheinlichkeit eines Hardwaredefekts hoch. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber dies ist eine schnelle Methode, um die Ursache des Problems zu bestimmen.

Autor
Deutschland

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