2022-02-28 16:35 Lesezeit: 5 Min

Eine Kurzanleitung zu HTTP-Statuscodes mit Infografiken

Wenn eine HTTP-Anfrage an einen Server gesendet wird, antwortet dieser mit einem HTTP-Statuscode. Dieser Code ist quasi die Rückmeldung des Servers auf Ihre Anfrage.

Es gibt fünf Hauptkategorien von HTTP-Statuscodes, die jeweils eine bestimmte Bedeutung haben:

  • Informationell (1XX)
  • Erfolgreich (2XX)
  • Umleitung (3XX)
  • Client-Fehler (4XX)
  • Server-Fehler (5XX)

Das folgende Schema veranschaulicht, wie ein Webserver einen Statuscode zurückgibt:

Nach dieser Erklärung der Statuscode-Generierung, hier eine Übersicht über einige häufige HTTP-Statuscodes in Form einer Infografik:

Erfolgreiche Antworten

200 – OK: Dies ist der Standardcode für eine erfolgreich abgeschlossene HTTP-Anfrage. Kurz gesagt, der Server signalisiert mit 200, dass der angeforderte Inhalt erfolgreich bereitgestellt wurde.

202 – Akzeptiert: Ihre Anfrage wurde vom Server entgegengenommen, wird aber noch verarbeitet.

206 – Teilinhalt: Der Server liefert nur einen Teil des angeforderten Inhalts, üblicherweise aufgrund eines Range-Headers, der von einem Client (z.B. wget) gesendet wurde.

Umleitungsantworten

301 – Permanent verschoben: Die angeforderte Seite ist dauerhaft unter einer neuen Adresse zu finden. Dieser Code signalisiert Suchmaschinen-Bots, die neue Adresse zu indexieren.

302 – Vorübergehend verschoben: Ihre Anfrage wird vorübergehend von einer anderen Adresse bedient. Suchmaschinen-Bots sollen weiterhin die ursprüngliche Adresse indexieren.

305 – Proxy verwenden: Die gewünschte Ressource kann nur über einen bestimmten Proxy-Server erreicht werden. Der Client muss also einen solchen Proxy verwenden.

304 – Nicht verändert: Der Server teilt mit, dass die angefragte Ressource seit dem letzten Zugriff unverändert geblieben ist. Oftmals wird die gecachte Version der Ressource ausgeliefert.

Client-Fehler

400 – Ungültige Anfrage: Der Server kann Ihre Anfrage nicht verstehen. Dies deutet meist auf eine fehlerhafte Syntax oder ungültige Zeichen in der URI hin.

401 – Nicht autorisiert: Für den Zugriff auf die angeforderte Seite ist eine Authentifizierung erforderlich. Sie müssen sich anmelden, um den Inhalt anzuzeigen.

403 – Verboten: Sie haben keine Berechtigung, auf die angefragte Ressource zuzugreifen. Dies kann durch Passwortschutz, fehlende Dateiberechtigungen oder andere Zugriffsrestriktionen verursacht sein.

404 – Nicht gefunden: Der wohl bekannteste Fehler: Die angeforderte Seite existiert auf dem Server nicht.

405 – Methode nicht erlaubt: Die verwendete HTTP-Methode (z.B. GET, POST) ist für die angeforderte Ressource nicht gültig. Beispielsweise wird GET verwendet, obwohl die Ressource POST-Daten erwartet. Auch deaktivierte Methoden wie TRACE, PUT oder DELETE können diesen Fehler verursachen.

408 – Zeitüberschreitung der Anfrage: Die Anfrage hat zu lange gedauert, und der Server hat die Verbindung abgebrochen.

411 – Längenerforderung: Die Anfrage entspricht nicht der erwarteten Inhaltslänge, die die Ressource fordert.

Server-Fehler

500 – Interner Serverfehler: Ein allgemeiner Fehler, der auftritt, wenn der Server aufgrund eines unbekannten Fehlers nicht in der Lage ist, die Anfrage zu bearbeiten. Die Serverprotokolle sollten auf weitere Details geprüft werden.

502 – Bad Gateway: Der Server hat als Gateway oder Proxy fungiert, aber von einem Upstream-Server (z.B. Tomcat oder WebSphere) eine ungültige Antwort erhalten.

503 – Dienst nicht verfügbar: Der Server ist momentan überlastet oder außer Betrieb und kann daher keine Anfragen bearbeiten.

Ich hoffe, dieser Überblick über HTTP-Statuscodes war hilfreich. Wenn Sie den Artikel nützlich finden, teilen Sie ihn gerne mit Ihren Kontakten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Teilen Sie Ihre Erkenntnisse mit der Welt!

Sophie Krüger
Autor
Deutschland

Setzt auf zugängliche Berichte mit Blick auf Wirkung, Strategie und Alltag.