Die strategische Notwendigkeit, die Netzzuverlässigkeit in den Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten, steht laut einem kürzlich vom Energieministerium (DOE) unter der Regierung von Präsident Donald Trump veröffentlichten Bericht vor beispiellosen Herausforderungen. Die Analyse offenbart eine besorgniserregende Entwicklung, bei der die beschleunigte Nachfrage von aufstrebenden Industrien wie Künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Fertigung mit einer sinkenden Grundlastkapazität kollidieren könnte, was bis 2030 landesweit zu einem erheblichen Anstieg von Stromausfällen führen könnte.
- Ein aktueller Bericht des US-Energieministeriums (DOE), erstellt unter der Trump-Regierung, warnt vor beispiellosen Herausforderungen für die Netzzuverlässigkeit der USA.
- Bis 2030 könnte die wachsende Nachfrage von Sektoren wie Künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Fertigung mit einer schrumpfenden Grundlastkapazität kollidieren.
- Obwohl 209 Gigawatt (GW) neue Kapazität geplant sind, werden bis Ende des Jahrzehnts 104 GW stillgelegt, wobei nur 22 GW der neuen Kapazität auf zuverlässige Grundlasterzeugung entfallen.
- Das Defizit könnte die jährlichen Ausfallstunden von einstelligen Zahlen auf über 800 Stunden ansteigen lassen und das Ausfallrisiko in einigen Regionen verdreifachen.
- Die Administration plädiert für eine „Energie-Additions“-Strategie, die alle erschwinglichen, zuverlässigen und sicheren Energieformen umfasst, um die Versorgung zu sichern.
- Der Bericht fordert eine umfassendere analytische Methode zur Bewertung der Netzstabilität, die über traditionelle Spitzenlasttests hinausgeht und die Interdependenzen der Netze berücksichtigt.
Herausforderungen für die Netzkapazität
Die Ergebnisse des DOE zeigen, dass bis zum Ende des Jahrzehnts voraussichtlich etwa 104 Gigawatt (GW) an Energieerzeugungskapazität stillgelegt werden. Während 209 GW an neuer Kapazität in Betrieb gehen sollen, besteht ein kritisches Ungleichgewicht: Nur 22 GW dieser neuen Versorgung stammen aus festen Grundlasterzeugungsquellen, die für eine kontinuierliche Stromversorgung unerlässlich sind. Dieses Defizit könnte die jährlichen Ausfallstunden von den derzeit einstelligen Zahlen auf über 800 Stunden pro Jahr ansteigen lassen. Der Bericht warnt ferner, dass selbst ohne weitere Stilllegungen das Risiko von Stromausfällen in bestimmten Regionen um mehr als das Dreifache steigen könnte.
Die Strategie der US-Regierung
Staatssekretär Chris Wright betonte die Haltung der Regierung und bekräftigte, dass die Nation keinen Weg der „Energie-Subtraktion“ durch die Stilllegung wichtiger Grundlaststromquellen wie Kohle und Erdgas einschlagen kann. Er formulierte das Engagement der Regierung für eine „Energie-Additions“-Strategie und plädierte für alle Energieformen, die erschwinglich, zuverlässig und sicher sind. Dieser Ansatz wird als entscheidend für die Bewältigung des erheblichen Anstiegs des Strombedarfs angesehen, der durch den Bau energieintensiver KI-Rechenzentren und fortschrittlicher Fertigungsanlagen im ganzen Land angeheizt wird. Laut Wright ist die Sicherstellung einer zuverlässigen, rund um die Uhr verfügbaren Stromversorgung von größter Bedeutung für Amerikas Reindustrialisierung und seine Führung im globalen KI-Wettlauf, während gleichzeitig die explodierenden Strompreise gemildert werden.
Neubewertung der Netzanalyse
Der Bericht kritisiert auch konventionelle Methoden zur Bewertung der Ressourcenadäquanz. Er hebt hervor, dass vergangene Spitzenlasttests unzureichend sind, insbesondere da die Netze zunehmend voneinander abhängig werden. Es wird ein robusterer analytischer Rahmen befürwortet, der die Häufigkeit, das Ausmaß und die Dauer von Stromausfällen berücksichtigt, über die ausschließliche Analyse von Spitzenlastzeiten hinausgeht und integrierte Modelle zur Berücksichtigung der wachsenden Abhängigkeit von benachbarten Netzen entwickelt. Dieser methodische Wandel wird als notwendig erachtet, um zukünftige Zuverlässigkeitsrisiken genau zu bewerten und anzugehen.
Ziele und Methodik des DOE-Berichts
Der DOE-Bericht, der als Reaktion auf die Exekutivanordnung von Präsident Trump zur „Stärkung der Zuverlässigkeit und Sicherheit des Stromnetzes der Vereinigten Staaten“ in Auftrag gegeben wurde, liefert einen kritischen Rahmen. Er etabliert eine Methodik zur Identifizierung gefährdeter Regionen innerhalb des US-Stromnetzes und bietet Leitlinien für föderale Interventionsstrategien, die darauf abzielen, die Zuverlässigkeit zu stärken und weit verbreitete Störungen zu verhindern.